Aus dem Landsberger StadtratHier möchte ich interessierten Bürgern detailliertere Einblicke in meine Arbeit als Stadtrat und Energiereferent geben. Ein wichtiger Punkt dabei stellen meine Anträge im Stadtrat dar.
Damit jeder sich sein eigenes Bild machen kann, füge ich auch Hintergrundinformationen in Form von Dokumenten und Links hinzu. Neueste Einträge stehen oben. HauptplatzneugestaltungPresseerklärung vom 1.7.10 Ohne hier der Auswertung der Bürgerbefragung bezüglich deren Präferenzen vorgreifen zu wollen, soll hier dargestellt werden, weshalb aus ökologischer Sicht jede Lösung besser ist als der Altzustand. Wir halten es nicht für sinnvoll erst nur den Kanal zu sanieren und mit der Neugestaltung noch länger zuzuwarten, denn dies bedeutete noch deutlich mehr Lärm und Unannehmlichkeiten für die Anwohner und den Verkehr als ohnehin unvermeidbar. Wenn schon aufreißen, dann aber bitte nur einmal. (Außerdem fressen alle Baumaschinen Dieselkraftstoff.) Sowohl Entwurf 1 als auch Entwurf 2 mißachten 2 ältere Bürgerentscheide zur Fahrbahnverlegung auf die Ostseite des Platzes mit respektablen 2:1 Ergebnissen. Es ist daher ein weiterer Bürgerentscheid zu befürchten. Energieverbrauch Der BerufsschuleHaushalt Der Stadt 2010Hier finden Sie meine Haushaltsrede und die Gründe, weshalb ich den neuen Haushalt ablehnen mußte. Bau eines neuen Lechstegs
Am Sonntag, den 17.01.10 war Bürgerentscheid gegen die Errichtung einer Brücke im FFH-Gebiet. Diskussionsforum im Landsberger Tagblatt
Von Seiten der BAL und ÖDP haben wir folgende Einwendungen erhoben: und Attach:BlogPages/Lechstg.pdf am 06.04.09 Bei vielen Entscheidungen mag man sowohl die "pro", als auch die "contra"-Seiten gleichermaßen gelten lassen, aber in diesem Fall habe ich mich klar dagegen ausgesprochen. Ebenso deutlich habe ich mich auch für Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes und der Wärmedämmung bei kommunalen Einrichtungen ausgesprochen. Ich bin nicht gegen Investitionen in Zeiten der Krise sondern dafür. Ich bin gegen Invstitionen die keine "Rendite" erbringen. Der Bauwirtschaft ist es egal was gebaut wird. Unserer Stadtkasse wird es in 2 Jahren nicht mehr egal sein. Das Steueraufkommen wird dramatisch zurück gehen und wir würden uns dann umso mehr freuen über reduzierte Heizkosten in städtischen Schulen und Einrichtungen. Gar nicht mehr freuen werden wir uns über zusätzliche Bauwerke welche uns weiteren Unterhalt kosten. Hier wurde leider im Stadtrat nur bis zur Nasenspitze gedacht. Wir haben ganz ohne Not 2 Millionen auf den Kopf gehauen! Edeka-AnsiedlungÖffentliche Diskussion darüber siehe auch im Internet-Forum der Augsburger Allgemeinen ---
Dies war der letzte Antrag dazu im Stadtrat: Attach:BlogPages/BALÖDP.pdf
--- Am 21.01.09 wird sich der Landsberger Stadtrat mit dem Thema befassen müssen. Daher will ich hier meine Gründe darlegen, weshalb ich dem Projekt in der bislang bekannten Dimension nicht zustimmen kann und werde. 1.) Es gibt keine energietechnischen Gründe für das Projekt. Dr.Bühler begründete den Einstieg in das Projekt ursprünglich mit der potentiellen Nutzung von "Bio-Energie" aus dem Heizkraftwerk daneben. Würde man sich die Mühe machen und entsprechende Ökobilanzen ausarbeiten (GEMIS-Modell s. z.B. ebök Tübingen), so käme man schlußendlich auf das Ergebnis, daß die Nutzung von Holz zur Kälteerzeugung in keinem Falle einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise - zu der wir uns künftigen Generationen gegenüber nicht nur aus christlicher Verantwortung heraus verpflichten müssen - leisten kann. Zur Kälteerzeugung könnte man PV-Anlagen oder auch thermische Kollektoren heranziehen, aber auch diese schneiden in der Berechnung der klimarelevanten Gesamtemissonen lange nicht so gut ab wie die Lösung über eine Windkraftanlage (WKA). Nichts ist so effizient und auch effektiv im Sinne einer Ressourcenschonung (und damit Entropievermeidung) wie die Erzeugung der Energie über eine WKA und die Erzeugung der Kälte über herkömmliche Verdichter. 2.) Die Fläche ist mir in dieser Größenordnung viel zu schade, um sie zu opfern für ein Logistikzentrum ohne Bedarf und Wunsch nach einem Bahnanschluß. So ein Zentrum gehört neben ein Autobahnkreuz und nicht mitten in ein Siedlungsgebiet mit Bahnhof in fußläufiger Entfernung. Künftige Generationen werden sich gezwungenermaßen wieder weniger mit dem MIV (= motorisierter Individualverkehr) von A nach B bewegen. Da wir in Deutschland langfristig unsere CO2-Emissionen um den Faktor 10 reduzieren müssen ist es jetzt schon sonnenklar, daß dies nicht nur durch sparsamere Autos zu bewerkstelligen sein wird, sondern auch durch geringere Fahrleistungen insgesamt. Der MIV wird also zurückgehen und der Bahnverkehr wird wieder zunehmen. Wir werden froh sein um freie Grundstücke mit Bahnanschluß. In der ehemaligen DDR wurden Güter grundsätzlich auf der Bahn transportiert und nur der Restweg im Umkreis von etwa 50 km fand auf dem LKW statt. Dies wird allein aus Gründen der Physik wiederkommen müssen. Mit der Natur führt man eben keine Konsensgespräche wie es Prof.Dr. Radermacher so schön und zutreffend formuliert hat. Wer´s nicht glauben mag, der soll erst mal das Buch "Entropie" von Jeremy Rifkin lesen (s. Literatur). Derzeit emittieren wir via "Verkehr" mehr als 2t CO2 pro Kopf. Dies ist zu reduzieren auf ein Zehntel, also auf 0,2 t ! Zitat zum Thema Fläche und ökologischer Fußabdruck des Umweltbundesamtes : "Würden alle Länder der Erde soviel natürliche Ressourcen für sich beanspruchen wie Deutschland, würde die Menschheit 2,5 Planeten benötigen, um ihre Bedürfnisse befriedigen zu können." 3.) Das Argument mit den angeblichen Arbeitsplätzen mag ich ebenfalls nicht in die Waagschale "Dafür" reinwerfen, denn es ist letztlich ein Nullsummenspiel nach dem "St. Florians"-Prinzip. Natürlich verstehe ich den Wunsch nach Betriebsoptimierung und besserer Auslastung der vorhandenen Anlage. Dazu mögen folgende Anregungen hilfreich sein: In der Solarthermie sind Kavernen und Erdbeckenwärmespeicher als solar-saisonale Speicher in Skandinavien seit den 1980er Jahren bekannt. Vor kurzem hat man auch in München so einen saisonalen Großspeicher errichtet. Ich sehe keinen Grund (außer den Kosten vielleicht?) weshalb man nicht die HKW-Abwärme ebenso gut speichern könnte. Je größer der Speicher desto kleiner werden auch die Verluste (Josef Jenni (CH) beheizt Mehrfamilienhäuser nur mit saisonalen Großspeichern.). Für das HKW in Kaufering hätte so ein "saisonaler" Groß-Puffer mehrere angenehme Nebeneffekte:
Der Puffer in München kann übrigens eine Wärmemenge von 1080 MWh vom Sommer auf den Winter verschieben. Dies entspricht ca. 108.000 l Öl. Vgl. : http://www.zae-bayern.de/files/attenkirchen.pdf und http://www.solites.de/download/06-Otti.pdf Links dazu:
Und noch eine weitere Anregung: Freiflächen-PhotovoltaikVortrag von Heiko Bartmann, Fa. SOLARFAKTOR im Bauausschuss am 03.Dez.2008 [PDF 10,6MB] Antrag zum Kauf einer ThermografiekameraAntrag an den Oberbürgermeister vom 24.11.2008 [PDF] Recycling-Papier in der StadtverwaltungAntrag auf Verwendung von Recycling-Papier in der Stadtverwaltung (vom 02.07.08). Hier der Antrag [PDF] vom 02.07.08. Hier die ablehnende Haltung der Stadt [PDF] vom 13.11.08 mit der Begründung "aus archivfachlicher Sicht". Und hier noch mein Versuch die angeführten Argumente 48 Stunden vor der Abstimmung im Stadtrat zu entkräften mit Hinweis auf das Alter der Begründungen (Prof. Dr. Guido Dessauer; Tonbandmitschnitt eines Referates, gehalten am 17. April 1989!) mit deutlich aktuelleren Daten und Argumenten von Prof. Dr. Lothar Göttsching:
Stellungnahme Buttner [PDF] Und hier das Abstimmungs-Ergebnis im Stadtrat. Was nicht drinsteht (im LT) ist, dass Frau Stadtarchivarin Elke Kiefer die Initiative Pro Recycling Papier diskreditiert hat mit der Begründung, daß dies ein Interessenverband der Papierindustrie sei und " .. die wollen ja nur ihr Recycling-Papier verkaufen". Fazit: Archivierbarkeit ist wichtiger als der Erhalt der Regenwälder. So können wir wenigstens den irreversiblen Untergang der Primärwälder und damit unseres Planeten "dauerhaft archiviert" dokumentieren. |