ödp Landsberg

Mittwoch, 17. September, 2008

Mittwoch, den 17.09.08, ab 19:30 Uhr in den Räumen "Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt, Lechstr.5, Landsberg"

spricht Bezirkstagskandidat Wolfgang Buttner zum Thema :
Energieversorgung ohne CO2 und Kernenergie - geht das überhaupt?
Welches sind die Anforderungen an eine nachhaltige Energieversorgung, und wie wird sich unser Leben dadurch verändern?
Unser gesamtes "modernes" Leben und insbesondere unser Wegwerf-Lebensstandard hängt am seidenen Faden von billig verfügbarer Energie. Dies wird den meisten Mitbürgern erst bewußt, wenn mal - wie vor kurzem auch in Landsberg geschehen - ein Bagger eine der "Lebensadern" durchtrennt.
Die Energiepreise steigen und heizen dadurch auch die Inflation kräftig an. Viele sozial Schwache können Ihre Heizkosten nicht mehr berappen und sollen sich jetzt "mit einem Pullover warm anziehen". Papierfabriken gehen pleite, weil sie Ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können. Was uns allen bislang selbstverständlich war, wird in absehbarer Zukunft immer mehr zum Luxus. Dies liegt leider nicht nur an Börsenspekulationen, sondern physikalisch ganz real an der Überschreitung des Welt-Ölfördermaximums und an der notwendigen Begrenzung der Kohlendioxid-Emissionen, falls wir den Klimaschutz tatsächlich ernst meinen. Das weitere Wachsen der Volkswirtschaften in China und Indien wird dafür sorgen, daß Brennstoffe und damit auch alle anderen Erzeugnisse, zu deren Herstellung Energie aufgewendet werden muß, weltweit sehr viel teurer werden als heute.

Was können wir dagegen tun?
Wir müssen uns bewußt werden, daß der größte Teil unseres Energieverbrauchs einfach nur dadurch entstanden ist, weil Energie etwa 100 Jahre lang derart billig zur Verfügung stand, daß deren Verschwendung geradezu vorprogrammiert war. So beheizen wir bei der Stromerzeugung sinnlos die Flüsse und die Luft, weil wir die Kondensationskraftwerke kühlen müssen. Dabei geht mehr Energie verloren als wir bräuchten, um wirklich alle unsere Gebäude zu beheizen. Eine der vielen möglichen Lösungsansätze hierfür ist die Kraft-Wärme-Kopplung. Durch Steigerung der Energieeffizienz im ganzen Land ist Faktor 4 machbar. Um Faktor 10 zu erreichen - wie es bereits 1990 die Enquete-Kommission zum Schutz der Erdatmosphäre gefordert hat - benötigen wir darüberhinaus die Entwicklung von mehr Suffizienz (d.h. die Autos als ein beliebtes Beispiel werden und müssen leichter und kleiner werden) und der Rest an Energiebedarf der dann noch bleibt, kann tatsächlich problemlos mit derjenigen Energie gedeckt werden, die uns jeden Tag gratis zur Verfügung steht: Sonnenenergie und Erdwärme. Wie viel dies tatsächlich ist, können sich leider nur wenige vorstellen. Die Stadt Landsberg hat eine Flächenausdehnung von 58 km². Allein auf diese Fläche strahlt die Sonne jährlich eine Energiemenge ein, die mehr als 6 Milliarden Liter Öl entspricht. Diese Menge kann man sich als einen Würfel mit einer Kantenlänge von 1855 m vorstellen. Diesen "Tank" sollten wir schnellstens anzapfen. Dazu kommen aber noch viele weitere regenerative Quellen. Die billigste und am leichtesten davon zu gewinnende ist die Windenergie.

Vorher müssen wir aber unbedingt unsere "Hausaufgaben" erledigen, denn die Energieeinsparung und die Steigerung der Energieeffizienz ist zunächst einmal unserer biligste "Energiequelle". Der Vortragende ist Energieberater für Gewerbebetriebe und gelistet bei der KfW. Seit Anfang des Jahres gibt es sehr großzügige Förderungen für Effizienzberatung. Sie werden auch einige Beispiele aus der Praxis zu hören bekommen. Daher ist der Vortrag vermutlich auch für alle Arten von Gewerbebetrieben zu empfehlen.

Vortrag mit anschließender Diskussion

Zu guter Letzt: Der Weltladen im Pfarrzentrum erhält von der ödp Landsberg eine Beleuchtungsanlage im Wert von 1000 EUR. Dadurch wird der Stromverbrauch der bisherigen Glühlampen (PAR38-Strahler) um 80% gesenkt (= Faktor 5). Damit soll exemplarisch aufgezeigt werden, daß durch Effizenz mindestens Faktor 4 (s.a. Buch von Ernst Ulrich von Weizsäcker) in Deutschland ohne wesentliche Komfortverluste machbar ist.

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