ödp Landsberg

Literatur

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  1. 1. ERZIEHUNG
  2. 2. MEDIEN
  3. 3. SCHULE
  4. 4. ZUSAMMENARBEIT
  5. 5. ÖKOLOGIE

1.  ERZIEHUNG

  • Winterhoff, Michael. Warum unsere Kinder Tyrannen werden - Oder: Die Abschaffung der Kindheit. 2008

Der Kinder- und Jugendpsychiater Winterhoff warnt vor einer Machtumkehr zwischen Eltern und Kindern. Dinge zu erklären kann ein Anleiten und Führen nicht ersetzen. http://www.Zeit-Fragen.ch Nr.24, 9.Juni 2008

  • Neufeld, Gordon. Gabor, Mate. Unsere Kinder brauchen uns ! Die entscheidende Bedeutung der Kind-Eltern-Bindung. Bremen 2006

Ein Psychologe und ein Arzt bearbeiten das Phänomen, dass Gleichaltrige den Platz der Eltern im Leben ihrer Kinder übernehmen. Diese Gleichaltrigenorientierung zerstört den familiären Zusammenhalt, blockiert die Entwicklung zu wahrer Eigenständigkeit, vergiftet die Atmosphäre in den Schulen und fördert eine aggressive und sexualisierte Jugendkultur. "Unsere Kinder brauchen uns !" hilft Eltern, dieses Phänomen zu verstehen und liefert Lösungsansätze, damit Eltern wieder in der Lage sind, für ihre Kinder das zu sein, was die Natur vorgesehen hat: Die zentrale Quelle von Zuwendung, Geborgenheit und Wärme.

  • Biddulph, Steve. Wer erzieht ihr Kind ? Kinderbetreuung - eine wichtige Entscheidung. München 2005

Der Kinderpsychologe Steve Biddulph zeigt auf, warum Stabilität und Kontinuität für Kleinkinder wichtig sind. Er hilft Eltern, die Betreuungsfrage zum Wohle ihrer Kinder zu entscheiden. Denn: Tagesmutter/-vater und Kinderkrippe erleichtern zwar oftmals den Elternalltag, aber gerade in den ersten drei Lebensjahren brauchen Kinder intensive Zuwendung, um sich zu selbstbewussten und zufriedenen Menschen entwickeln zu können.

  • Dreikurs, Rudolf. Grey, Loren.Kinder lernen aus den Folgen. Wie man sich Schimpfen und Strafen sparen kann. Freiburg 2000

Konflikte zwischen Eltern und Kindern gehören zum Alltag. Aber, warum wiederholen sich bestimmte Situationen immer wieder ? Was verbirgt sich hinter manch "nervender" Verhaltensweise ? Wie kann Autorität ins Autoritäre umschlagen ? An vielen konkreten Beispielen zeigen die beiden Therapeuten, wie Kinder durch konsequentes, vernünftiges Verhalten von seiten der Erwachsenen zu verantwortungsvollen und kreativen Persönlichkeiten reifen können. Und: Sie zeigen auch auf, wie sich die Eltern durch neue Verhaltensweisen Kraft, Nerven und Energie sparen, die sie dann zur konstruktiven Gestaltung des Zusammenlebens einsetzen können.

2.  MEDIEN

  • Spitzer, Manfred. Vorsicht Bildschirm ! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft. Stuttgart 2005

Die Daten und Fakten zu den Auswirkungen von Bildschirm-Medien auf Körper und Geist werden zusammenfassend vor dem Hintergrund neuester Ergebnisse aus der Gehirnforschung diskutiert. Medizin und vor allem Gehirnforschung zeigen nicht nur klar und deutlich die negativen Auswirkungen sondern weisen auch Wege zu konkreten Handeln.

  • Hänsel,Rudi (Hrsg.) Da spiel ich nicht mit ! Auswirkungen von "Unterhaltungsgewalt" in Fernsehen,Video- und Computerspielen - und was man dagegen tun kann. Eine Handreichung für Lehrer und Eltern. Donauwörth 2005

Erschrecken Sie über die gewaltverherrlichenden Inhalte, die täglich im Fernsehen gezeigt werden ? Stellen Sie an Kindern und Jugendichen Vereinsamung, Aufmerksamkeitsstörungen und Sprachprobleme fest ? Mit viel Erfahrung informieren Sie Menschen aus der Praxis über die Erkenntnisse zur Medienpädagogik. Sie erhalten Argumente gegen die Mediengewalt und es werden Ihnen Möglichkeiten gezeigt, wie Sie die Kinder vom Computer oder Fernseher weglocken können. Stärken Sie sich und ihre Kinder, damit sie sagen können: Da spiel ich nicht mit !

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

- Sprachentwicklung, Medienkonsum und Gewaltverhalten aus kinderärztlicher Sicht. - Erfahrungen eines Jugendlichen mit Killerspielen - Was können wir gegen die "Innenweltverschmutzung" unserer Jugend tun ? - Die Bedeutung des Lernens zum Aufbau einer Abwehr gegen die Mediensucht - Rechtsgrenzen der Gewaltdarstellungen.

  • Grossmann, Dave. Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht ? Ein Aufruf gegen Gewalt in Fernsehen, Film und Computerspielen. Stuttgart 2003

Der amerikanische Militärpsychologe Dave Grossman und die Erziehungsberaterin Gloria DeGaetano zeigen die erschreckenden Parallelen zwischen den bei der Ausbildung von Soldaten benutzten Videosimulatoren und Videospielen wie "Ego-Shooter" auf. Diese "Spiele" bildeten bei den Massakern an amerikanischen Schulen und auch in Erfurt einen deutlichen Tathintergrund. Den Eltern geben die Autoren wichtige Hilfen beim Umgang ihrer Kinder mit gewalthaltigen Medien.

  • Glogauer, Werner. Die neuen Medien machen uns krank. Gesundheitliche Schäden durch die Medien-Nutzung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Weinheim 1999
  • Glogauer, Werner. Die neuen Medien verändern die Kindheit. Nutzung und Auswirkungen des Fernsehens, der Videofilme, Computer-und Videospiele, der Werbung und Musikvideo-Clips. Weinheim 1995

3.  SCHULE

  • Krautz, Jochen. Ware Bildung. Schule und Universität unter dem Diktat der Ökonomie 2007

Der Kunstpädagoge entlarvt die Ziele der deutschen Bildungspolitik vom Kindergarten bis zur Hochschule. Der ehemalige Lehrer weist auch auf die Bedeutung des demokratischen Bewusstseins eines jeden Bürgers hin. Bildung ist "die Fähigkeit, mit anderen zu kooperieren, nach Lösungen zu suchen, mitzufühlen, mitzudenken und verantwortlich zu handeln. Eine solche Bildung wäre auch die angemessene Antwort auf Globalisierung, Unrecht und Krieg." (S.234) http://www.zeit-fragen.ch/archiv Nr.1/2 vom 3.1.2008

  • Stoll, Clifford. LogOut. Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien. Frankfurt am Main 2002

Cliff Stoll, einer der "Urväter" der 1972 beim Aufbau des Internet-Vorläufers "Arpanet" beteiligt war belegt mit vielen Beispielen aus dem amerikanischen Schulalltag die Probleme des Einsatzes von Computern im Klassenzimmer. Gewaltige Kosten und Folgekosten für die Vernetzung und die immerwährende Veralterung der Technik sowie ständige Schwierigkeiten mit Hard- und Software. "Warum ?", fragt Stoll "invesiert man so viel Geld nicht in Schulbücher, Bibliotheken und gute Lehrer ?".

  • Spitzer, Manfred. Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Leben. Heidelberg 2002
  • Felten, Michael (Hrsg.) Neue Mythen in der Pädagogik. Warum eine gute Schule nicht nur Spaß machen kann. Ein bildungspolitisches Lesebuch. Donauwörth 1999

Zahlreiche Bildungsstudien zeigten, dass unsere Kinder erhebliche Defizite bei Fachleistungen und Sozialverhalten aufweisen. Parolen pädagogischer Debatten wie "Schule muss Spaß machen", "Leistungsdruck und Frontalunterricht - Nein, danke !" oder "Selbstbestimmt lernen" erwecken bisweilen den Eindruck, als gelte es immer noch, junge Menschen von der "Pauk-und Drillschule" zu befreien. Dabei haben wir es längst mit einer "neuen Jugend" zu tun, die auf eine zunehmend anspruchsvollere Zukunft vorzubereiten ist. Die Autoren plädieren für eine Schule, die die Anstrengungen des Lernens nicht leugnet - weil sie zum Glück des Könnens verhelfen möchte.

4.  ZUSAMMENARBEIT

  • Bauer, Joachim. Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren. Hamburg 2006 ISBN 3-455-50017-X

J.Bauer, Professor für innere Medizin und Psychiatrie leitet aus zahlreichen Studien folgende Kernaussage ab: Der Mensch ist ein Beziehungswesen, dessen Natur auf Kooperation und mitmenschliche Nähe ausgerichtet ist. Kern aller Motivation ist es, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden und zu geben. Bauer formuliert ein deutliches Plädoyer für eine menschenwürdige Gesellschaft. Oberste Maxime muss sein, dass Kooperation und Menschlichkeit vor maximaler Rentabilität ranigieren (S.202 f).

  • Goleman, Daniel. Soziale Intelligenz. Wer auf andere zugehen kann, hat mehr vom Leben. München 2006
  • Grober, Ulrich. Ausstieg in die Zukunft. Eine Reise zu Ökosiedlungen, Energie-Werkstätten und DenkfabrikenBerlin 1998

Die vorgestellten Projekte arbeiten auf unterschiedlichen Gebieten: Ressourceneinsparung, Nutzung der Solarenergie, Schaffung dezentraler Strukturen sowie Formen alternativer Lebens- und Arbeitsorganisationen, wie z.B. die Kommune Niederkaufungen http://www.kommune-niederkaufungen.de oder die Hermannsdorfer Landwerkstätten http://www.hermannsdorfer-landwerkstaetten.de

5. ÖKOLOGIE

Für alle die sich bemühen global zu denken und lokal zu handeln:

  • Vom Mitbegründer der ödp: Herbert Gruhl (ehemals MdB der CDU in Bonn)
    "Ein Planet wird geplündert" (ISBN 3-596-24006-9)
    erschienen am 25.09.1975
    Ein Muss für jeden ökologisch sensibilisierten Menschen. Trotz einiger heute rückblickend überholter Zahlen und Fakten noch immer seiner Zeit um Jahrzehnte voraus. Ein wahrer Prophet.
    https://www.youtube.com/watch?v=EkCufZ-9WWM (ein Interview mit H.Gruhl vom 25.01.1976)
  • von Dipl.-Ing. Dr.-Ing.E.h. Ludwig Bölkow
    "Entscheidungen für eine langfristige Energiepolitik"
    Vortrag vom 25.03.1982 in München
    http://www.lbst.de/publications/books__d/BoeBuch1982.pdf
  • Hermann Scheer (MdB)
    "Sonnen-Strategie - Politik ohne Alternative"
    München 1993 - ISBN 3-492-03599-X
    Kommentar Otto Schily : "Mit der Sonnenstrategie Scheer´s könnte die Politik für die Jugend wieder interessant werden."
  • Eugen Drewermann (Theologe und Psychotherapeut)
    "Der tödliche Fortschritt - Von der Zerstörung der Erde und des Menschen im Erbe des Christentums"
    Herder 1991 ISBN 3-451-04032-8
    "Ein Buch, das die Krise des zivilisatorischen Fortschritts von der Wurzel her bedenkt. Wir brauchen ein neues Menschenbild, das den Menschen als Teil der Natur begreift. Drewermann analysiert das dramatische Ausmaß der Zerstörung - in der Umwelt und in den Seelen der Menschen. Aber er weist auch Wege der Heilung. Ein leidenschaftliches und kenntnisreiches Buch, das zum engagierten Mitdenken herausfordert."

  • Jeremy Rifkin
    Das Imperium der Rinder
    Campus Verlag 1994 ISBN 3-593-35047-5
    Aus dem Vorwort von Ernst U. von Weizsäcker:
    "Vier starke Gründe sprechen dafür, dem Rinderwahnsinn ein Ende zu machen: gesundheitliche, ethische, politische und ökologische."
    Entropie
    Hoffmann und Campe, 1982 ISBN 3-455-08712-4 - Leseprobe: Attach:ImAngesichtderEntropiekrise.pdf
    Rezension der New York Times :
    "Rifkin gibt unumwunden zu, daß man das Entropiegesetz sowohl intelektuell als auch intuitiv begreifen muß. Es ist schon fast ein Klagelied zu fordern, daß das Buch unbedingt gelesen werden muß. Rifkin hat absolut Recht, wenn er verlangt, daß wir nicht mehr als den uns zustehenden Teil an den Energievorräten der Welt verbrauchen dürfen, damit nachfolgende Generationen auch noch eine Zukunft haben."
  • Jean Ziegler (Professor für Soziologie)
    "Das Imperium der Schande - Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung"
    Pantheon Verlag 2005
    "Jean Ziegler hält der globalisierten Welt den Spiegel vor. Er zeigt auf, wie das Gefühl der Schande angesichts von Hunger und Armut auf der Welt umschlagen und zu einer Macht der Veränderung werden kann. Ziegler legt eine unbestechliche Bestandsaufnahme der ungerechten Weltordnung vor und macht entschlossen Front gegen das bestehende neofeudale Herrschaftssystem."
  • Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre" des 12.Deutschen Bundestages (Hrsg.)
    "Schutz der grünen Erde - Klimaschutz durch umweltgerechte Landwirtschaft und Erhalt der Wälder"
    Amtliche Drucksache 12/8350 1994 - ISBN 3-87081-284-2
  • Abschlußbericht der Enquete-Kommission "Schutz des Menschen und der Umwelt" des 13.Deutschen Bundestages
    "Konzept Nachhaltigkeit - Vom Leitbild zur Umsetzung"
    Zur Sache 4/98 - ISBN 3-930341-42-5
  • zur Problematik von Stickstoffeinträgen in Waldökosysteme:Attach:oekpol65.pdf
  • Friedrich Schmidt-Bleek
    "Wieviel Umwelt braucht der Mensch? MIPS - das Maß für ökologisches Wirtschaften"
    Birkhäuser 1993 - ISBN 3-7643-2959-9
    Ernst U. von Weizsäcker darüber : "Der ökologische Strukturwandel steht erst am Anfang. Er ist dringlich. Er muß als Chefsache der Wirtschaft und der Politik begriffen werden. Nun haben Chefs die richtige Lektüre."
  • Jared Diamond "Kollaps" "Warum Gesellschaften überleben oder untergehen" Fischer Verlag 2005
    "Ein atemberaubendes Buch" Süddeutsche Zeitung
    Jared Diamond zeichnet in seiner ebenso faszinierenden wie hochaktuellen Studie die Muster nach, die dem Untergang von Gesellschaften (oder ihrem Überleben) zugrunde liegen, und zeigt, was wir für unsere Zukunft daraus lernen können.
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